EMS Ambulance 4 Jan 2021


Erste Mission aus Dubai

Kürzlich besuchten die besten Köpfe von EMS Ambulance die VAE, um über die Eröffnung eines neuen Büros in der ehemaligen Hauptstadt der Welt, Dubai, zu diskutieren. Wir von EMS Ambulance erwarten von den Einwohnern Dubais eine wachsende Nachfrage nach einer vertrauenswürdigen, blitzschnellen, lokalen und persönlichen Note, wenn es darum geht, bedürftige Patienten (Notfallrückführung) von einem Land zum nächsten zu transportieren. Das Büro wird nicht nur Dubai und die Vereinigten Arabischen Emirate bedienen, sondern auch Kuwait, Oman, Saudi-Arabien, Katar und Bahrein.

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Ein glücklicher Zufall

Während des Treffens zur Erörterung dieser Fragen erhielt die Zentrale in Winterswijk eine Nachricht aus Dubai. Es war ein Sohn, dessen Mutter (wir werden sie aus Datenschutzgründen Aisha nennen) an metastasierendem Brustkrebs litt. Sie teilten uns mit, dass sie in Burghausen eine Klinik gefunden hatten, in der seine Mutter eine spezifische Behandlung erhalten konnte, die in den VAE nicht verfügbar war.

"Was kann EMS Ambulance für uns tun?" hat er gefragt.

EMS reagierte sofort. Da immer noch viele wichtige Informationen fehlten, bot EMS Ambulance eine kostenlose Beratung durch einen unserer Top-Ärzte, Dr. A.N. Mani, um die Situation zu untersuchen, da wir so nahe waren. Dr. Mani würde versuchen festzustellen, ob die Patientin flugfähig war und welche Transportmöglichkeiten (Medizinische Flugbegleitung oder Ambulanzflug) für sie am besten wären.

Ärztliche Beratung durch Dr. Mani

Bei seiner Ankunft kam Dr. Mani zu dem Schluss, dass es der Patientin viel schlechter ging als ursprünglich angenommen. Die Patientin war unbeweglich, sehr schwach und kachektisch (schwere Unterernährung). Dr. Mani teilte der Familie mit, dass Medical Escort auf einem kommerziellen Flug keine Option sei, da die Patientin als zu risikoreich eingestuft wurde und zu viel Sauerstoff (zwei oder mehr Liter pro Minute) benötigte und vor Ort eine Thoraxdrainage hatte.

Die Wahl wurde für Medical Escort in einem Privatjet getroffen

Zusammen mit Dr. Mani kam die Familie zu dem Schluss, dass der Privatjet die beste Option ist. Die Familie wurde informiert, dass trotz aller Fachkenntnisse von Dr. Mani und EMS Ambulance die Mission für Aisha aufgrund ihres geschwächten Zustands riskant sein würde. Die Familie verstand dies, entschied jedoch, dass dies die letzte Option für Aisha war. Das EMS Logistik-Team in Winterswijk arrangierte sofort einen Krankenwagen, um Aisha vom Krankenhaus zum „Al Maktoum International Airport“ in Dubai zu bringen, und charterte einen Privatjet, einen Challenger 605, der für die mittlere Versorgung geeignet war. Mittlere Versorgung bedeutet, dass sich an Bord des Flugzeugs ein Thoraxabfluss befindet, falls der Patient einen Pneumothorax entwickelt, ein Monitor und genügend Sauerstoff an Bord für mindestens 6-8 Liter pro Minute. Genau das, was für diese Mission benötigt werden könnte. Zwei Familienmitglieder baten um Teilnahme am Flug, und natürlich waren sie mehr als willkommen.

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An Bord des Privatjets

Im Flugzeug war der Patient größtenteils stabil, entwickelte jedoch eine Sättigung von bis zu 65%. Eine körperliche Untersuchung ergab eine mögliche Lungenembolie oder einen Pneumothorax. Es wurde klar, dass der Patient immer mehr Schmerzen hatte und eine Hypoventilation entwickelte (wenn die Atmung zu flach oder zu langsam ist, um die Bedürfnisse des Körpers zu befriedigen). Anschließend gab der Patient zusätzlichen Sauerstoff und intravenös Morphin. Dies erleichterte das Atmen, verbesserte ihre Sättigung und linderte die Schmerzen.

Das Flugzeug war nicht nur perfekt für diesen Einsatz ausgestattet, sondern auch unglaublich komfortabel. Die Kabine bot ein komplettes Bett für den Patienten, Luxus wie exzellente Wi-Fi-Verbindung, viel Beinfreiheit, gutes Essen und einen exzellenten Flugbegleiter.

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Eine unerwartete Änderung der Pläne

Kurz vor der geplanten Landung in München wurde festgestellt, dass die Wetterbedingungen kleine Jets wie den Challenger 605 nicht landen lassen würden. In Absprache mit dem Arzt und dem Kapitän wurde die Entscheidung getroffen, nach Salzburg in Österreich umzuleiten. Dies bedeutete, dass alle nachfolgenden Bodentransporte vom Flughafen München nach Salzburg umgeleitet werden mussten. Dies beinhaltete auch die Limousine für die Familie. Aufgrund des hervorragenden WLANs an Bord wurde Kontakt mit dem EMS Operations-Team vor Ort aufgenommen, das die Pläne schnell ändern konnte.

Kurz vor der Ankunft in Salzburg entwickelte sich eine andere Situation. Der Zustand der Patientin verschlechterte sich mit raschem Tempo. Aisha entwickelte hohes Fieber, Tachykardie (hohe Herzfrequenz) und ein allgemeines Krankheitsgefühl. Dr. Manis erster Gedanke war, dass dies auf Sepsis oder sogenanntes "Tumorfieber" hindeuten könnte. Die Landung verlief wie geplant und bei der Ankunft wurden Aisha sofort Medikamente verabreicht, um die Sepsis und das Fieber zu behandeln. Die Patientin wurde anschließend ins Krankenhaus gebracht und dem diensthabenden Arzt übergeben.

Die Früchte der jahrelangen Erfahrung von EMS Ambulance zahlen sich aus

Nach der Landung gab es ein kleines Problem mit den Familienmitgliedern, um das richtige Visum für die Einreise nach Deutschland zu erhalten. Glücklicherweise wurde dieser Prozess aufgrund der guten Beziehung von EMS Ambulance zur Bundespolizei beschleunigt und Missverständnisse schnell behoben. Die jahrelange enge Zusammenarbeit zwischen EMS Ambulance und der Bundespolizei hat zu starkem Vertrauen, schneller Kommunikation und Flexibilität im Notfall geführt.

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Wir haben einen großartigen Start in der Golfregion

Wir sind sehr stolz auf die Arbeit, die Dr. A.N. Mani lieferte während unserer ersten Mission beim Aufbau des Büros in Dubai und möchte ihm für seine harte Arbeit und sein Engagement in dieser komplexen Mission danken. Wir sehen dies als einen großartigen Start in unser neues Kapitel über die Golfregion und freuen uns auf das nächste!


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